Donnerstag, 4. Januar 2018

Frau Vega und ein DiY-Tipp für Nagellackschmuck

Für mehr Blingbling im neuen Jahr!
Zuerst einmal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr, voller Liebe, Gesundheit und Glück. Seid ihr gut rübergerutscht? Bei uns war es wieder einmal ganz locker, ohne große Party. Für die Kinder habe ich mir ein paar Programmpunkte überlegt, angelehnt an unseren Countdown von 2015. 
Aber wie jedes Jahr bin ich dann auch froh, wenn Neujahr ist und das neue Jahr endlich anfängt. So ein bisschen bin ich ja dann doch immer voller Tatendrang und möchte am liebsten 1000 neue Projekte anfangen. Heute zeige ich euch aber erst einmal noch mein letztes Projekt aus dem alten Jahr.
Dafür muss ich jetzt etwas ausholen, denn neben meiner neuen Frau Vega habe ich mir Schmuck selber gemacht. Strenggenommen habe ich ihn auch nicht (nur) für mich gemacht, sondern für 24 andere Damen. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, hat mitbekommen, dass ich Teil des #dasADVENTure-Adventskalenders war. Diese Aktion wurde von Annelie von Herzlieb ins Leben gerufen. 25 Bloggerinnen haben mitgemacht und jeweils ein Adventskalendertürchen für alle anderen gefüllt. Das heißt, jede hat eine Sache 24 mal hergestellt und sie an Annelie geschickt. Die hat wiederum in einer sagenhaften Fleißbienchenaktion alles umgepackt und für jeden einen individuellen Adventskalender zusammengestellt. Sie selbst war der Joker und hat das Päckchen gefüllt, das man dann an dem Tag öffnen durfte, an dem man selbst dran war.
Die Aktion war wirklich herzerwärmend und ich fühle mich jetzt immer noch reich beschenkt durch die ganzen wunderbaren Dinge, die ich bekommen habe. Ausnahmslos alle haben sich Gedanken gemacht und wirklich liebevolle Päckchen gepackt. Seit Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Adventskalender und dann gleich so einen wundervollen. Ihr merkt, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. (Falls ihr neugierig seid, könnt ihr euch in meinem Instagram- oder Facebookfeed die Bilder der ausgepackten Sachen noch anschauen.)
Jetzt aber zu meinem Beitrag. Als Annelie mich im Sommer (tatsächlich war ich gerade am Strand unterwegs) gefragt hat, ob ich mitmachen würde, war mein erster Gedanke, dass ich Schmuck machen könnte. Schließlich habe ich im vergangenen Jahr immer wieder Armbänder gemacht, wie zum Beispiel hier bei meinem Farrahdress. Nun waren aber scheinbar Armbänder schon vergeben, also machte ich mir Gedanken über Alternativen. Cabochonschmuck fiel mir schnell ein; Haarspangen damit hatte ich nämlich schon mal gemacht. Tja und dann stöberte ich ein bisschen bei Pinterest. Klassischerweise wird diese Art von Schmuck ja hergestellt, indem ein Motiv auf Papier hinter den Glasstein geklebt und dieser dann in einer Fassung befestigt wird.
 
Für den Adventskalender wollte ich nun aber keine 0815-Steine verwenden, also überlegte ich zuerst, selbst Motive herzustellen mit Bildern oder Sprüchen oder sogar Stoff zu verwenden. Aber dann stieß ich auf die Idee, die Steine mit Nagellack zu bemalen und ich war sofort Feuer und Flamme. 
Für Nagellacke habe ich irgendwie eine Schwäche. Zwar habe ich dabei nicht unbedingt einen Hang zur Extravaganz, aber ich mag es schon, die Nägel immer wieder anders zu haben oder auch mal auf ein Outfit abzustimmen. Dementsprechend habe ich schon einen - nennen wir es mal - soliden Grundstock an verschiedenen Lacken. Für mein Projekt besorgte ich dann noch ein, zwei Lacke in Farben, die ich für gewöhnlich nicht trage, von denen ich aber dachte, dass sie sich als Schmuck sehr gut machen würden.
Bei Dawanda fand ich Rohlinge (Glassteine, Fassungen und Ketten) und legte eines Samstags einfach mal los. Der Ratschlag, den Lack immer gut trocknen zu lassen, ist wirklich wichtig. Ebenso wie ausreichend Schichten aufzutragen. Es ist also nicht unbedingt ein Projekt für auf die Schnelle, dafür aber superentspannt.

Man bepinselt die Cabochons mit Lack und lässt sie zwischen jeder Schicht trocknen. Dann stellt man sie erst mal beiseite; ich habe einfach eine Woche später weitergemacht, so war ich sicher, dass die Lacke wirklich durchgetrocknet waren. Inzwischen habe ich sogar die Erfahrung gemacht, was passiert, wenn die Farbe nicht lange genug getrocknet ist bzw. zu wenig Schichten aufgetragen worden sind: es lösen sich Stücke der Farbe ab und man sieht die Fassung durch, d.h. es entstehen quasi Flecken in der Farbe der Fassung.
Um es mir leichter zu machen, habe ich die Zutaten einfach auf ein Tablett gelegt, so dass ich alles Nötige beisammen hatte und gleichzeitig die Steine einen Platz zum Trocknen hatten.
Dann habe ich die Cabochons mit Schmuckkleber in die Fassungen geklebt. Dabei sollte man eher sparsam sein. Der Kleber hält die Teile gut zusammen und es ist schwer, Kleberreste, die zwischen Cabochons und Fassung hervorquellen, auf ansehnliche Weise zu entfernen. ;-)
Die fertiggeklebten Anhänger habe ich auch wieder eine Woche trocknen lassen, ein paar Tage tun es da aber sicherlich auch. Anschließend habe ich die Anhänger auf Ketten gefädelt - et voilà!
Das Schöne an Cabochonschmuck ist, dass man sich komplette Sets herstellen kann. Kette, Ohrringe oder -stecker, Ringe und Haarspangen. Dazu gibt es logischerweise verschiedene Größen, aber auch unterschiedliche Formen und verschiedene Fassungen. Man kann sich also echt austoben. Und eine prima Geschenkidee ist es auch.
Hier also noch mal meine Nagellackcabochon-Tipps zusammengefasst:
  • Cabochons, Fassungen und anderes Zubehör bekommst du online.
  • Trage den Lack in mehreren Schichten auf die flache Seite der Steine auf; zwischendurch und anschließend gut durchtrocknen lassen (mehrere Tage!).
  • Experimentiere ein bisschen mit den Lacken. Man kann die Lacke gut mischen bzw. Schichten in verschiedenen Farben auftragen, z.B. zuerst einen semitransparenten Glitzerlack und anschließend einen etwas dunkleren. So entstehen tolle Effekte.
  • Befestige die trockenen Cabochons mit wenig Schmuckkleber in den Fassungen. Lass auch den Kleber wieder gut trocknen.
  • Am Ende kann man die Glassteine mit einem Küchentuch und wenig Nagellackentferner noch einmal reinigen und mögliche Reste von Lack entfernen.

Am besten wirkt der Cabochonschmuck meiner Meinung nach auf schlichten einfarbigen Kleidungsstücken.
Und so war meine Frau Vega der perfekte Kombipartner für die neuen Lieblingsschmuckstücke. Das coolste daran ist ja immer noch, dass man sich die Nägel passend zum Schmuck lackieren kann.
Und cool ist Frau Vega ja allemal. Von vorne lässiger Winterpulli, von hinten dann mit dem gewissen Etwas in Form eines offenen Rückenausschnitts. Genäht habe ich ihn aus einem kuscheligen Strick, der sich zwar wunderbar tragen lässt, sich allerdings für das konkrete Nähprojekt als etwas tricky entpuppt hat. Für das Einfassband am Ausschnitt war der Stoff nämlich etwas zu dehnbar, so dass es ein bischen zu weit geworden ist und dadurch der Ausschnitt größer als beabsichtigt war. (Auf diesem Bild hier nicht so gut zu erkennen.) Inzwischen habe ich dieses Problem aber behoben, indem ich das Band gekürzt habe und so trage ich den Pulli richtig gern.
Um dem BH-Blitzer-Problem beim Rückenausschnitt vorzubeugen, habe ich mal wieder meinen BH-Verstecker bemüht (wie hier beim Bridgetown Backless Dress). Nachdem der Ausschnitt kleiner geworden ist, schaut er zwar nicht ganz so arg hervor, aber wenn man sich bewegt, lässt sich ein Verschieben der Stofflagen ja doch nicht immer verhindern. Die Lagen festzunähen habe ich übrigens probiert, hat mir aber nicht gefallen und mit dem Verstecker kann man ganz entspannt bleiben.

Und was ist euer erstes Nähwerk des Jahres? Meins zählt ja fast nicht, weil es ja schon letztes Jahr entstanden ist. Aber zwischen den Jahren brauchte ich jetzt einfach eine schöpferische Pause und gerade sammle ich schon wieder Ideen und schmiede Pläne.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Frau Vega
Stoff: Strick von Tante Hilde




Kommentare:

  1. Dein Schmuck ist so toll geworden und meine Kette ist mir gerade noch zu schade zum anziehen, aus Angst das der Mini-Metterlink sie mir kaputt macht. Frau Vega wird jetzt aber sofort gedruckt und hoffentlich auch sofort genäht! So ein tolles Outfit liebe Catharina!
    Liebe Grüße,
    Marina

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    1. Danke, Marina! Ach ja, immer diese Kettenzieherbabies... :D
      Aber, es kommen auch wieder bessere Zeiten.
      Liebe Grüße

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  2. Vielen lieben Dank für Deine Erfahrungen! Ich werde das sicherlich auch ausprobieren! Ich wünsche Dir ein großartiges und kreatives Neues Jahr!
    Liebe Grüße, Steffi

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    1. Danke dir, Steffi, das wünsche ich dir auch!

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  3. Das ist ja Mal wieder eine tolle Inspiration - ganz lieben Dank Dir! Da freue ich mich ja ganz besonders auf Deine 999 weiteren Ideen in 2018! Dir und Deinen Lieben ein gutes neues Jahr mit vielen fröhlichen und kreativen Momenten. Viele Grüße aus Berlin, Berlina81@Instram

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    1. Danke dir! Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast und dass dir der Schmuck gefällt.
      Liebe Grüße!

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  4. Berlina81@Instagram meinte ich ;-)

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  5. Hallo Catharina,
    wow, das ist ja eine geniale Idee! Vielen Dank dafür!
    Zwecks Nachbasteln: werden die Steine rundherum bemalt oder nur von der flachen Seite? Und wie hälst Du sie währenddessen fest??
    Vielen lieben Dank - der Pulli steht Dir auch super!
    Liebe Grüße, Kathrin

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    1. Es wird nur die flache Seite angemalt. Ich halte die Steine mit zwei Fingern fest und bemühe mich möglichst wenig rumzuschmieren...
      Danke für deine lieben Worte!

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  6. Ich bin gerade schwer verliebt in den Schmuck und muss mich sehr beherrschen, nicht gleich die Rohlinge zu bestellen. Aber leider bin ich nagellacktechnisch nicht gut ausgestattet, aber ich merks mir auf jeden Fall als Idee für Geschenke!
    Liebe Grüße
    Susi

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  7. Wow! Die Idee ist super! Der Schmuck sieht fantastisch aus! Auf div. Kreativmärkten habe ich mir schon Cabochons-Ohrringe gekauft. Die sind ein Upcycling von Nespresso-Kapseln.
    Auf die Idee, selbst welche aus Nagellack zu machen, wäre ich nie gekommen. Das probiere ich auf alle Fälle mal aus.
    Vielen lieben Dank für's Teilen und für's Erklären wie es geht.
    LG
    Natalie

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