Donnerstag, 21. September 2017

Newport Top

Das Sticken hat mich ja echt gekriegt. Als ich im Frühjahr auf der Suche nach einer Stickdatei für mein Dirndl nicht fündig wurde, habe ich ziemlich spontan mit dem Handsticken begonnen und direkt Feuer gefangen.
Jetzt hatte ich mal wieder ein Nähprojekt, das sich optimal fürs Besticken geeignet hat: das Newport Top. 
In den Geschäften und Onlineshops gibt es gerade jede Menge Pullover und Shirts zu kaufen, die um den Ausschnitt herum mit Blumen bestickt sind oder zumindest Applikationen haben. Getreu dem Motto #allesmussmanselbermachen dachte ich mir, dass ich mir ein solche Shirt ja auch leicht selber machen kann. 
Also habe ich - mal wieder ziemlich spontan - meine Sticksachen herausgesucht und einfach mal auf den vorgezeichneten Schnittteilen losgelegt. 
Einen Fehler hatte mein unüberlegtes spontanes Vorgehen allerdings, denn ich hatte kein Soluvlies mehr da. Soluvlies ist ein wasserlösliches Stickvlies, auf das man seine Vorlage zeichnet und das auf den zu bestickenden Stoff gespannt wird. Wenn man dann fertiggestickt hat, kann man Vliesreste einfach mit lauwarmem Wasser auswaschen und hat nach etwas Trocknungszeit nur noch die Stickerei auf dem Stoff. Ich aber hatte jetzt kein solches Vlies mehr da und so nahm ich ein anderes, das lediglich abgerissen wird. Bei Maschinenstickereien hat das bis jetzt bei mir auch immer sehr gut funktioniert. Die Handstickerei ist aber scheinbar nicht dicht genug, so dass immer wieder kleine Vliesreste übriggeblieben sind, die sich leider auch bei einer ersten Wäsche nicht gelöst haben. (Man erkennt es auf dem Detailbild oben bei der kleinen Blume noch ein bisschen.)
Trotzdem mag ich die Stickereien sehr und bin froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe. Auch wenn ähnliche Shirts jetzt in den Läden hängen, weiß ich doch, dass genau diesen Pulli niemand sonst hat und das Gefühl ist doch immer wieder schön, oder?!
Das Shirt an sich mag ich im Übrigen auch sehr. Vor kurzem hatte ich euch noch nach schönen Basicshirtschnitten für den Herbst gefragt und dann kam einfach dieser Schnitt daher und hat sich einen Favoritenplatz geschnappt. Zugegebenermaßen erst auf den zweiten Blick, dafür aber umso nachhaltiger. 
Das Newport Top gibt es ab heute neu im Nähconnection-Shop, noch bis nächste Woche um 15% reduziert. Bei Annika auf dem Blog könnt ihr euch noch viele andere Designbeispiele anschauen.
Ich mag ja den Ausschnitt sehr. Ich finde, es ist eine sehr schöne erwachsene Variante des amerikanischen Ausschnitts. Dadurch dass er mit Belegen genäht wird, fällt auch die Fummelei weg, die man oft hat, wenn man die Bündchen an ebenjene klassischen amerikanischen Ausschnitte nähen will. Hier sind mir die Übergänge leider etwas steif geraten, weil ich sowohl die Stickereien als auch die Belege selbst verstärkt habe. Nach ein paar Wäschen sollte sich das aber hoffentlich gegeben haben.
Trotz meiner grundsätzlichen Begeisterung für den Schnitt muss ich kurz den Hinweis loswerden, dass das Shirt sehr leger ausfällt. Obwohl meine Maße nur haarscharf noch in dieser Größe (8) lagen, sitzt das Shirt ja nicht gerade knapp. Die Ärmel habe ich ein gutes Stück schmaler genäht. Macht also unbedingt während des Nähens immer mal wieder eine Anprobe. 
Nachdem ich bei Instagram ein Bild von den Stickereien gezeigt hatte, kam der Wunsch nach einem Stick-Tutorial auf. Nun bin ich ja bei weitem kein Profi; alles, was ich weiß habe ich mir angelesen bzw. einfach ausprobiert. Aber ich will ja mal nicht so sein und so werde ich mich in den nächsten Tagen dransetzen und die wichtigsten Basics und mein bescheidenes Wissen zusammenschreiben. Ich freue mich, wenn ihr mir jetzt schon schreibt, falls ihr konkrete Fragen dazu habt.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Newport Top (Werbung: der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.)
Stoff: Kreuzstich Rose Kombi
Stickvorlage: Hoffelt&HooperCo

Mittwoch, 20. September 2017

Jacke Eliza

Heute kriegt ihr mein erstes Mal Walk zu sehen.
Nachdem ich letzte Woche ja schon meine erste Eliza aus dem Probenähen gezeigt hatte, gibt es heute meine zweite, die eigentlich die erste "Richtige" ist. Denn der Schnitt ist ja eigentlich für Walk (und Softshell) ausgelegt. Das Material aus dem ich den ersten Mantel genäht hatte ist ja aber etwas dicker und unflexibler gewesen, weshalb diese Eliza anders sitzt. 
Allerdings war dann doch auch mein Ehrgeiz geweckt und ich wollte mich dann mal an eine Jacke aus Walk trauen. Nachdem ich Stoff in der passenden Stärke und zu einem tollen Preis gefunden hatte, habe ich mich einfach drangemacht und bin durchweg positiv überrascht worden. 
Der Walk war längst nicht so kratzig wie ich es erwartet hatte. Außerdem ließ er sich wirklich toll verarbeiten. Das einzige Manko ist eigentlich, dass man ihn wahnsinnig schlecht, also eigentlich gar nicht auftrennen kann. Also ich meine, wenn man zwei Lagen Walk aufeinander- bzw. zusammengenäht hat, kann man diese schier unmöglich wieder auseinanderkriegen. 
Zum Glück war mein einziges Problem dieser Art, dass ich gern den Riegel am Rückteil im Nachhinein etwas anders, d.h. etwas höher platziert hätte. Beim Versuch ihn abzutrennen habe ich ein kleines Loch in den Walk gerissen, das ich aber wieder flicken konnte. Meine dringende Empfehlung ist also, jegliche Applikationen und aufzunähenden Bestandteile zunächst einmal nur festzustecken und bei einer Anprobe gegenzuchecken. ;-)
Was ich am Vernähen von Walk besonders mag ist, dass man ihn offenkantig verarbeiten kann. Das spart einerseits Arbeitsschritte (was mir ja immer gelegen kommt...), bietet andererseits aber auch tolle Möglichkeiten Akzente zu setzen oder mit Kontrasten zu spielen, indem man zum Beispiel den Beleg in einer anderen Farbe wählt. Dadurch dass die beiden Lagen einfach links auf links aufeinandergenäht werden, blitzt immer wieder ein bisschen vom Beleg heraus. Das kann man, so wie ich hier, Ton in Ton gestalten oder aber mit knalligen Farben, die sich deutlich absetzen.
Natürlich gehören da eigentlich auch Knöpfe an die Jacke. Allerdings habe ich auf die Schnelle keine passenden gefunden und weil ich den Mantel nicht mit den falschen Knöpfen verhunzen wollte, warte ich jetzt einfach darauf, dass mir eines Tages die richtigen über den Weg laufen. Bis dahin trage ich den Mantel offen, denn das geht auch ganz wunderbar.
Überhaupt war mein erstes Mal Walk ein echter Volltreffer. Das Nähen damit hat mir echt Spaß gemacht und es überrascht mich immer noch, wie gern ich die Jacke jetzt trage, weil ich ja zuerst Angst davor hatte, dass das Material arg kratzen würde, was es tatsächlich nicht bis wenig tut. Außerdem passt sie einfach perfekt zu meinem Lieblingsschal aus dem letzten Herbst, dem lütten Tuch aus KnitKnit. Auch von der Materialstärke her ist die Jacke einfach perfekt für die Jahreszeit jetzt. Ihr merkt es schon, ich bin tatsächlich überzeugt worden.
Wenn ihr also im Moment noch auf der Suche nach einem wirklich guten Schnitt für eine Übergangsjacke seid, dann lege ich euch die Eliza ans Herz. Die Jacke geht nämlich sowohl in lang und kurz, als auch aus verschiedenen Materialien und mit den Alternativen Knöpfe, Reißverschluss oder ganz ohne. Das macht sie eigentlich zu einem tollen Allrounder finde ich. Falls ich mir noch Zeit freischaufeln kann, werde ich mir demnächst noch eine kurze Jacke mit Kapuze nähen. Mit Belegen in pink oder mint. :-)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim Afterworksewing

Schnitt: Eliza (Werbung: der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt)
Stoff: Walk

Donnerstag, 14. September 2017

Ravenna und Eliza

Heute zeige ich euch die Jacke Eliza und das Ravennatop, bzw. das was bei mir daraus geworden ist.
Mit Ravenna verbinde ich zuerst einmal natürlich die italienische Stadt, die Kultur, das Meer - Urlaub. Nicht, dass ich schon mal dort gewesen wäre, aber ich stelle es mir dort schön vor und würde tatsächlich gern mal hin. Überhaupt war ich noch nie an der Adria. Für mich wäre das ja recht nahe am perfekten Urlaub: ein bisschen Sightseeing und ganz viel Meer und Strand. Mediterranes bzw. südliches Klima und die Atmosphäre in Italien mag ich einfach.
Urlaub mit meinen Kindern sieht da etwas anders aus, deren Vorstellungen was die Gestaltung und Art der Aktivitäten angeht, decken sich nicht so ganz mit meinen. Allein die Anreise nach Italien würde mich wahnsinnig machen. Also schließen wir Kompromisse und fahren innerhalb des maximal 5-Stunden-Anfahrts-Radius' abwechselnd in die Berge und an die Nordsee. Solange bis sich hoffentlich die Neigung zur Reiseübelkeit bei allen Kindern gelegt hat und sich unsere Vorstellungen vom perfekten Urlaub etwas angenähert haben... Ich baue einfach darauf, dass meine Kinder in ein paar Jahren den Mehrwert von faulen Strandtagen und entspanntem Slowliving erkennen. ;-)
Jetzt da der Herbst da ist, habe ich meine Sehnsucht nach warmen Farben jedenfalls mit diesem Traumstoff von Stoff und Stil etwas gestillt. Als der Katalog mit den neuen Herbst-/Winterstoffen kam, fiel er mir gleich ins Auge. Wie ich schon öfter erwähnt habe, ist gelb eigentlich so gar nicht meine Farbe. Allerdings habe ich mich in der letzten Zeit ein bisschen rangetastet und trage es inzwischen hin und wieder ganz gern. Natürlich kein neonquietschgelb, mehr so ein currysenfdiesonneüberravennagelb. ;-)
Nach kurzem Überlegen habe ich jedenfalls den Stoff bestellt und kurz darauf fiel mir auch ein passendes Nähprojekt dafür ein: das Ravenna Top. Zwar wollte ich ein Kleid nähen, aber es wäre doch gelacht, wenn ich nicht aus einer Bluse einfach mal schnell ein Kleid machen könnte. Oder...?!
Tja, gelacht habe ich dann nicht mehr so viel. Irgendwie hatte ich einen Knoten im Hirn und habe es einfach nicht geschafft, den Reißverschluss, der eigentlich ins Rückteil gehört, richtig einzunähen. Also habe ich irgendwann aufgegeben und die Naht komplett geschlossen. Dank des großen Ausschnitts ist das auch kein Problem. Natürlich hätte ich mir dann auch gleich diese Naht sparen und das Rückteil im Bruch zuschneiden können, aber nun ja. Der Originalschnitt sieht auch noch eine bzw. zwei Rüschen am rückwärtigen Ausschnitt vor. Nachdem ich ja neuerdings Rüschen und Volants verfallen bin, war es keine Frage die Rüschen auch zu nähen. Bei der ersten Anprobe im Spiegel gefielen sie mir aber überhaupt nicht. Entweder war das immer noch der Knoten im Hirn oder es ist einfach nicht jeder Stoff dafür gedacht. Vielleicht waren sie auch einfach nur etwas zu viel, da ja auf dem Stoff selbst schon so einiges los ist. Jedenfalls trennte ich sie wieder ab.
Am Ende gefällt mir das Kleid mit all den Kompromissen sehr sehr gut. (So wie ich ja irgendwie auch unsere Kompromissurlaube gern mag.) Und zufällig hat es perfekt zu einem anderen Stück gepasst, das ich vor kurzem genäht habe: Eliza.
Eliza war seit langer Zeit mal wieder ein Schnitt, den ich probegenäht habe. Nachdem mir die anderen Schnitte von Freuleins sehr gefallen (Betty steht zum Beispiel ganz oben auf meiner to-sew-Liste), habe ich mich über die Einladung zum Probenähen sehr gefreut und war begeistert, wie toll es war. Eliza ist eine Jacke, die kurz oder lang, mit oder ohne Kapuze genäht werden kann. Zwei Jacken habe ich geschafft. Diese hier war eigentlich als erstes Teststück gedacht, gefällt mir aber auch jetzt noch so gut, dass ich sie sicher öfter tragen werde. 
Genäht habe ich sie aus einem Wollstoffimitat (ja, das gibt's), das ich im letzten Jahr für einen Kindermantel gekauft hatte, den ich am Ende nie genäht habe. Für die Eliza war er eigentlich nicht ganz so gut geeignet, da der Schnitt für dünneren Walk ausgelegt ist, also einerseits eine gewisse Dehnbarkeit des Stoffs voraussetzt und andererseits offenkantig gearbeitet wird. Dieser Stoff franst aber leider aus. Allerdings finde ich es so ein bisschen franselig auch ganz hübsch und das Braun des Stoffs passt einfach perfekt zum Ravennakleid, so dass der Mantel bleiben durfte wie er war. Die Anleitung sieht übrigens noch ein paar Knöpfe (oder einen Reißverschluss) vor, mit denen die Jacke geschlossen werden kann. Mir gefällt aber diese offene Optik ganz gut, weshalb ich darauf verzichtet habe.

Demnächst habe ich noch eine "richtige" Eliza zu zeigen. Also eine aus Walk. Mein erstes Mal Walk und es war gar nicht so schlimm wie befürchtet. ;-)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitte: Ravenna (momentan als Monatsangebot 15% reduziert!), Eliza                         (Werbung: die Schnitte wurden mir für das Nähen von Designbeispielen bzw. im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt.)

Stoffe: Satin (leider ausverkauft), LikeWool

Dienstag, 5. September 2017

Pailletten-Äpfel

Wenn ein Modetrend meine Töchter in der letzten Zeit so richtig erwischt hat, dann sind das wohl die Wendepailletten.
Wer könnte es ihnen verdenken? Ein Kleidungsstück, das durch eine mehr oder weniger simple Applikation nicht nur aufgehübscht wird und schön glitzert und glänzt, sondern gleich noch quasi eine Spielfunktion mitbringt ist doch der Hammer. Für Drei- bis Zehnjährige auf jeden Fall.
Genaugenommen ist es ja eigentlich so, dass sich kaum irgendjemand der Faszination dieser Pailletten entziehen kann. Wenn man einmal gesehen hat, wie durchs Drüberstreichen das Motiv die Farbe ändert, können die wenigsten Menschen (ja, auch Erwachsene) widerstehen.
Was habe ich mich da gefreut, als Alles für Selbermacher mit solchen Paillettenapplikationen um die Ecke kam. Ich mag die Simply Apples ja schon seit der ersten Auflage, aber als Funkelappli mit Entertainmentfunktion sind sie ja eigentlich unschlagbar. ;-)
Damit meine Mädchen lange was davon haben, wollte ich Kuschelpullis nähen. Die können sie einfach länger tragen als T-Shirts.
Unser all-time-favourite Hoodieschnitt ist Lou (wie auch Louis bei den Jungs). Ich mag den Stil mit der großzügig überlappenden Kapuze und dass der Pulli etwas länger geschnitten ist. So gehen sie jetzt erst mal als Kleider und wachsen eine ganze Weile mit.
Selbstredend hat die C ihren Pulli in Elsafarbe bekommen. 
Die F ist glücklicherweise mit simplem Pink noch gut zufriedenzustellen. ;-) Als ich in meinen Vorräten nach passendem Sweat gesucht habe, fand ich nur diesen grauen. Zuerst habe ich tatsächlich ein bisschen hin und her überlegt, ob ich wirklich einer Dreijährigen einen dunkelgrauen Pullover nähen will, aber dann dachte ich mir, dass es in Kombination mit dem gemusterten Jersey und hellrosa Bündchen genug abgemildert wird. Am Ende gefällt er mir fast ein bisschen besser als der blaue Pulli.
filzhaarschmuck simply apples
Und weil die Äpfel des Jerseys mal wieder die genau richtige Größe hatten, gab es passende Haarspangen nach meinem Filzhaarschmuck-Freebook. Leider haben wir diesmal keine richtig guten Bilder vom Haarschmuck hinbekommen. Aber ihr könnt es euch ja vielleicht vorstellen.
Die Pullis haben die Mädels jetzt seit Sonntag eigentlich dauernd an. Das ist ja das Schöne an dieser Jahreszeit, dass man morgens dann doch schon mal so einen schönen warmen Kuschelpulli vertragen kann und Nachmittags trotzdem noch mal T-Shirt tragen und so tun kann als wäre noch ein bisschen Sommer. Schön, oder?! Wie gut, dass wir noch eine Woche Ferien haben.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Stoffe: Simply Apples Jersey, Sweat
           Ösen und Hoodieband
           Paillettenapplikation (leider nicht mehr verfügbar)
Schnitte: Lou, Filzhaarschmuck

Donnerstag, 31. August 2017

Farrah Farrah Farrah

Ich kann nicht aufhören.
wildblume wilde matrossel
Ich kann irgendwie einfach nicht aufhören, diesen Schnitt zu nähen. Nach den beiden Blusen (hier und hier) und dem ersten Kleid habe ich inzwischen noch weitere Farrahs aus dehnbaren Stoffen genäht.
wildblume wilde matrossel
Eine Bluse, eigentlich muss man schon eher Shirt sagen, habe ich bei Instagram gezeigt. Und heute habe ich mein zweites Farrah Dress hier auf dem Blog für euch. 


Genäht habe ich es aus Modal (wie auch das Shirt), der wirklich prädestiniert ist für den Schnitt, weil er einfach so wunderbar weich und fließend ist. Ich mag ja vor allem, wie die Volants damit fallen. Als wären sie überhaupt nur für Modal erfunden worden... ;-)
wildblume wilde matrossel
Wie auch schon beim ersten Kleid, habe ich das Grundschnittmuster diesmal wieder etwas abgewandelt. Einerseits habe ich Gabrielas Tipps, was das Nähen von Farrah aus dehnbarem Stoff betrifft, zumindest teilweise beherzigt. So habe ich auch das Vorderteil in einem Stück zugeschnitten, also ohne die Passe. Allerdings habe ich nicht eine Größe kleiner, sondern meine ganz normale Größe zugeschnitten. Ich finde es ganz gut, wenn da ein bisschen mehr "Spiel" ist. ;-)
wildblume wilde matrossel
Die andere Veränderung, die ich vorgenommen habe, ist der Gummi, den ich eingenäht habe. Ohne ihn wäre mir das Kleid zu gerade und kastig. Noch ein Vorteil ist außerdem, dass man so das Kleid immer wieder ein bisschen verändern kann, indem man den Gummi mehr in die Taille oder mehr auf die Hüfte schiebt.
wildblume wilde matrossel
Als ich das Kleid nähte, bzw. schon als ich plante es zu nähen, gingen meine Gedanken in Richtung Herbstgarderobe. Machen wir uns nix vor, die Zeit der kurzen Ärmel ist für dieses Jahr wohl so langsam vorbei. Da ich das Kleid aber viel zu schön finde, als dass es im Schrank versauern überwintern soll, wollte ich einen Kombipartner dazu finden, mit dem ich es auch zumindest an lauen Herbsttagen noch tragen kann.
wildblume wilde matrossel
Wildblume, der Schnitt, der es dann wurde, hatte schon ein Weilchen auf der Festplatte auf seinen Einsatz gewartet. Aber manchmal braucht es einfach erst den richtigen (Näh-)Anlass. Genäht habe ich die Jacke aus dehnbarem Kunstwildleder. Es ist ganz wunderbar weich und trägt sich fast wie Jersey. Ich werde den Cardigan wohl oft tragen diesen Herbst. Er ist mal wieder ein toller Allrounder, der sowohl chic als auch lässig geht und zu vielem passt. Die Farbe ist sowieso meins, denn einerseits passt sie hervorragend zu blau (und mein Kleiderschrank beinhaltet zu weiten Teilen Kleidungsstücke dieser Farbe) und andererseits habe ich Booties und Stiefel (nur Pumps haben mir für die Fotos hier gefehlt, die hätten am besten gepasst) in einem fast identischen Farbton, so dass jede Menge passende Outfitkombinationen möglich sind.
wildblume wilde matrossel
Nachdem ich jetzt also das Projekt "Farrah aus dehnbarem Stoff" einigermaßen erfolgreich angegangen bin, trage ich mich gerade mit dem Gedanken, mir Ärmel für Farrah zu basteln um sie so richtig wintertauglich zu machen. Ich werde es euch wissen lassen, sobald ich erfolgreich war. Aber nachdem der allgemeine Volant- und Rüschenhype ja noch anzuhalten scheint und ich mich jetzt schon so sehr damit angefreundet habe, werde ich mich ansonsten nach einem ähnlichen Schnitt umsehen. 

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS
 
Schnitt: Farrah Bluse und Kleid (Werbung: der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt), Wildblume
Stoffe: Modal Pfingstrose Kombi, Wildleder Imitat

Donnerstag, 24. August 2017

Wedgwood Skirt und das Ende der Sommerpause

Mit sommerlichen Bildern melde ich mich mit einem neuen Rock (und eigentlich auch einem neuen Shirt) zurück.
In den letzten Wochen haben wir das klassische Ferienprogramm gehabt: Ausflüge, Freibad, Eisdiele und zuletzt eine Woche an der Nordsee. Im Moment gerade sind noch alle Kinder daheim und ich bin sehr froh, dass das Wetter jetzt noch mal so richtig schön sommerlich geworden ist. So lässt es sich eindeutig etwas besser aushalten, oder?!
An einem der schönen Sommerabende sind jedenfalls diese Bilder meines neuen Rocks entstanden. 
Genäht habe ich einen Wedgwood Rock aus einem tollen Leinengewebe, von dem ich mich allerdings nicht mehr erinnern kann woher ich es habe. 
Vor dem Nähen des Wedgwood habe ich mich ehrlich gesagt eine ganze Weile gedrückt, denn man muss Falten legen, einen Reißverschluss und einen "richtigen" Bund nähen. Alles so Sachen, auf die ich nicht sonderlich scharf war. Ich bin ja schon so der Min-Max-Typ, also minimaler Aufwand für maximales Ergebnis. ;-) Und so ist mir grundsätzlich das einfache und schnelle Nähen am liebsten. Andererseits habe ich ja all diese Sachen durchaus schon mal gemacht, außerdem sind sie alle ja keine unüberwindbaren Hürden und so war das Hauptproblem schlicht und ergreifend, dass ich mich aufraffen musste, den Schnitt anzugehen.
Umso begeisterter war (und bin) ich am Ende vom fertigen Rock. Ein irgendwie klassischer Faltenrock, der durch die Taschenklappen einen besonderen Twist kriegt und dann auch wieder ganz zeitgemäß aussieht. Das Fairelith Top hat dann geradezu perfekt gepasst.
Das Shirt habe ich schon vor einiger Zeit genäht, passend zu meinen langen Oceanside Pants (die ich hier noch gar nicht gezeigt habe...Asche auf mein Haupt). Ich finde, dass es erst jetzt als Partner zu dem Rock seine Bestimmung gefunden hat. Es ist aus Leinenjersey genäht, der es einerseits sehr leicht und angenehm macht, andererseits aber auch äußerst ungnädig ist, da sich darunter alles abzeichnet.
Den Schnitt habe ich jedenfalls richtig ins Herz geschlossen. Mir gefällt der Ausschnitt (sowohl vorne als auch hinten) wahnsinnig gut. Aber jetzt wo es auf den Herbst zugeht, muss ich mir dann wohl doch Gedanken um etwas hochgeschlossenere Oberteile machen. Habt ihr Basicshirtschnitte, die ihr immer wieder näht? Ich muss da noch ein bisschen auf die Suche gehen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitte: Wedgwood Skirt (Werbung: der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt); Fairelith Top

Freitag, 21. Juli 2017

Italienischer Nudelsalat und eine Rezepteseite

Bevor ich mich in die Sommerpause begebe, wollte ich auf dem Blog hier noch ein bisschen aufräumen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich zwar schon einige Rezepte mit euch geteilt habe, es aber noch keine Übersichtsseite dafür gibt.
Ihr könnt zwar alle Rezeptposts finden, wenn ihr in der Tagcloud auf 'Rezept' klickt, aber angenehmer ist es doch, alle beieinander zu haben. Vielleicht noch in Kategorien eingeteilt.
Und so habe ich eine Seite erstellt, auf der ich alle Essensposts verlinkt habe.
Zur Feier des Tages gibt es noch dazu ein Rezept von mir, das bei uns zu den Sommerklassikern gehört. Es ist nicht revolutionär anders oder neu, aber ich kann es euch mit gutem Gewissen ans Herz legen und verrate euch meine persönliche Version inklusive easypeasy-Variante für Faule. ;-)
An heißen Tagen, wenn man eigentlich keine Lust hat etwas Warmes zu essen, geschweige denn etwas zu kochen, gibt es bei uns regelmäßig diesen Salat mit etwas Baguette oder Ciabatta.
Los geht's mit meinem 
mediterranen Nudelsalat
Man braucht:
- 500g Fusilli oder Penne
- 2 Kugeln Mozzarella
- 100g Parma- oder Serranoschinken
- 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl
- ca. 100g Rucola (je nach Geschmacksvorliebe auch mehr oder weniger)
- Pinienkerne

- 6 EL Olivenöl
- 3 EL weißer Balsamico
- 1 TL Pesto
- 1 TL Senf
- 1 TL Honig

Die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen.
Währenddessen Öl, Essig, Pesto, Senf und Honig zu einem cremigen Dressing vermischen. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern (z.B. diese Mischung hier vom Gewürzhändler meines Vertrauens) abschmecken.

Einen Teil des Dressings unter die Nudeln mischen und immer wieder umrühren, so dass sie beim Abkühlen nicht zusammenkleben.

Mozzarella, Schinken und Tomaten in Würfel schneiden. Den Rucola waschen und putzen.
Die Pinienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne langsam anrösten.

Sobald die Nudeln vollständig abgkühlt sind, alle übrigen Zutaten und das restliche Dressing miteinander vermischen und unter die Nudeln heben.

Den Salat bis zum Servieren kühl stellen.
Die Easypeasyvariante geht mit einem Fertigdressingpäckchen zum Anrühren. Schon seit ich diesen Salat mache, verwende ich ab und zu dafür die Fertigpäckchen. Manchmal ist es einfach praktischer und schneller, wenn man mal von seiner Standardsalatsoße abweichen möchte. Umso besser finde ich es, dass es seit neustem auch eine Variante ohne Geschmacksverstärker und Hefeextrakt gibt (von Knorr).
Jedenfalls braucht man dann für die oben angegebene Menge Salat drei Einzelpäckchen "Salatdressing italienische Kräuter". Ich rühre das Pulver dann immer mit dem Öl der getrockneten Tomaten an. Das ist zwar meistens kein Olivenöl, hat aber schon mal einen leckeren Geschmack. ;-)
So, ich wünsche euch jetzt einen schönen Sommer. Die letzten Wochen waren bei uns sehr anstrengend und wir alle freuen uns auf die kommende schulfreie Zeit und unseren Urlaub. Falls ihr es nicht sowieso schon tut, schaut gern mal auf meinem Instagramaccount vorbei. Da poste ich regelmäßig, was ich so mache und ich freue mich immer über Feedback. Verratet mir auch gern, ob euch der Nudelsalat genauso gut schmeckt wie uns, falls ihr ihn nachmacht oder eh schon kennt.
Im September melde ich mich hier wieder zurück!

Macht's gut,
Catharina