Donnerstag, 6. April 2017

Louisadress

Manchmal trifft es einen erst auf den zweiten Blick. Vielleicht hat man sich sogar schon viele Male gesehen und doch brauchte es einige Zeit und den xten Blick, bis man merkt, dass es Liebe ist.
Mit Louisa und mir ist es Liebe. Definitiv. Die ganz große sogar, möchte ich behaupten. Neulich erst schrieb ich ja, dass es die Schnitte gibt, die zu einem passen. Die die genau richtige Passform für den eigenen Körper haben. Deren Schnittführung zum eigenen Stil passt. Die im besten Fall sehr wandelbar sind oder Varianten mitbringen, so dass man x verschiedene Kleidungsstücke daraus nähen kann. Und die vielleicht nicht so aussehen, wie jedes andere Kleid auch.
Einer dieser Schnitte ist das Louisadress. Auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Schnitt für die Alltagsklamotte, aber dennoch so wandelbar, dass viel möglich ist.
Manchmal braucht man einen Schubser hin zum großen Glück. Manchmal muss das Glück zu einem kommen und einen ansprechen. Manchmal weiß man gar nicht, dass man auf genau dieses Glück gewartet hat. Aber dann, wenn es da ist, weiß man es umso mehr zu schätzen.
Anfangs war ich echt zögerlich. Denn der Schnitt erfordert ja das Einnähen eines nahtverdeckten Reißverschlusses, was nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Nähdisziplinen gehört. Aber nun ja, was soll ich sagen? Man wächst an seinen Herausforderungen und mein Mut wurde in Form einer hervorragenden Anleitung belohnt. Martes Methode macht es wirklich leicht, den Reißverschluss einzunähen und ich habe inzwischen schon den zweiten Reißverschluss fehlerfrei so eingenäht. (Ja, es gab direkt noch ein zweites und sogar noch ein drittes Louisadress.) 
Oben schrieb ich ja was von Varianten, die ein Schnitt mitbringen muss, um möglichst wandelbar zu sein. Das ist beim Louisadress definitiv der Fall. Es gibt zum einen diese Kängurutasche, die für die Kinderversion des Schnitts ja so kennzeichnend ist, aber auch die Möglichkeit zwei asymmetrische Eingrifftaschen in die Seitenteile zu nähen. Und natürlich kann man auch gar keine Taschen nähen. Auch bei den Ärmeln kann man zwischen legeren Dreiviertelärmeln und den kurzen Kappärmeln wählen. Kappärmel haben es mir ja angetan. Ich mag ihre Form, sie sind toll im Sommer, da sie ein Kleidunsstück luftig machen und trotzdem Ärmel sind. Ihr wisst, was ich meine...
Was mir besonders gut gefällt, sind die vielen Möglichkeiten Paspeln einzunähen. Ich habe sie hier an der Tasche und den Ärmeln angebracht. Bei einem der nächsten Kleider möchte ich aber auch mal die Seitennähte damit absetzen.
Es ist schon eine ziemlich perfekte Liebe. Facettenreich, mal bodenständig, mal chic und ich glaube so ein kleines bisschen hot geht auch. ;-) Ein bisschen rumschrauben musste ich dann allerdings schon. Ganz perfekt ist es halt doch nicht. Oder ich nicht?! Jedenfalls muss ich den Schnitt anpassen, da ich unten eine knappe Größe mehr brauche als oben. Aber auch dafür ist gesorgt und die Anleitung erklärt ganz genau, wie man das macht. (Also doch ein perfekter Schnitt oder zumindest die perfekte Anleitung. :D ) Dieses Kleid hier ist noch unverändert. Es war sozusagen mein Testkleid, das ich nichtsdestotrotz umgehend ins Herz geschlossen habe. Ein weiteres habe ich wie gesagt schon genäht und das dritte (mit Dreiviertelärmeln und Seitentaschen) ist zugeschnitten.

Auf jeden Fall hilft mir Louisa meine Sommergarderobe auf Vordermann zu bringen. Denn da herrscht noch ziemliche Leere im Schrank.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Louisadress (*Werbung: Der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.*)
Stoff: Chambray von Tante Hilde

1 Kommentar:

  1. Gefällt mir und erinnert mich daran, dass ich den Schnitt sogar als Papierschnitt gekauft habe - schon länger her und dann jetzt mal in Angriff nehmen muss, neben so vielen. Bin gespannt, wie weitere aussehen.

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