Dienstag, 12. April 2016

Piratenparty Teil2 - mit Freebie

Versprochen ist versprochen, hier kommt Teil 2 unserer Piratenparty.
Über Deko und Essen hatte ich euch hier ja schon berichtet. Heute möchte ich euch zeigen, was wir während der Party sonst noch so gemacht haben.
Für die Deko aber auch für das freie Piratenspielen habe ich ein Pappkartonschiff gebaut. Bei unserer allerersten Piratenparty hatten wir schon mal ein gekauftes Pappschiff, das jedes Mal gut ankam. Die Kinder fanden es großartig und haben es immer ausgiebig fürs Rollenspiel genutzt. Nach zwei Parties war das Schiff dann allerdings hinüber. Nachdem ich bei Instagram und Pinterest mehrere selbstgebaute Pappschiffe erspäht hatte, wollte ich diesmal auch eines selbst bauen. Schlussendlich war es leichter als gedacht. Zusammen mit den Kindern habe ich es am Tag vor der Party noch angemalt und im Moment steht es immer noch hier im Wohnzimmer und wird bespielt. Das Schöne war, dass es eigentlich nichts gekostet hat. Größere Kartons hatten wir zum Glück da, zusammengeklebt habe ich die Teile mit doppelseitigem Klebeband und gemalt haben wir mit Acrylfarben aus dem Vorrat.

Bei einem Kindergeburtstag unter dem Motto "Piraten" drängt sich eine Schatzsuche natürlich quasi auf. Je nach Alter der eingeladenen Kinder und auch der Wetterlage kann man die kurz und knapp halten oder ziemlich ausgiebig.
Ich erzähle euch jetzt einfach, wie ich es diesmal mit fünf kleinen Piratinnen im Alter von 3 bis 4 Jahren, gemacht habe.
Angefangen habe ich mit einer Kniegeschichte. Die Idee dafür stammt von der (für mich) Queen of Kindergeburtstag Sabine Bohlmann, aus ihrem Buch "Feiereien" (das ich übrigens wärmstens empfehlen kann)(und Nein, für diese Werbung werde ich leider nicht bezahlt...).
Meine Geschichte erzählte jedenfalls vom Jungen Hans, der so gern ein Pirat sein wollte und überall herumfragte, wie er denn einer werden könnte und dann schließlich den großen Piratenkapitän traf, der ihm erklärte, wie man als Pirat so auszusehen hat. Und dann fand der frischgebackene Pirat Hans sogar eine Flaschenpost, in der ein Brief war, der demjenigen eine Schatzkarte versprach, der die Piratenprüfung besteht. Natürlich wollte der Piratenhans die Aufgaben meistern, um anschließend den Schatz finden zu können und natürlich wollten auch die Geburtstagsgäste mithelfen... ;-)

Zuerst wurden dann also aus harmlosen Geburtstagsgästen wilde Piraten. Dafür habe ich roten und blauen Ringeljersey in Dreiecken und roten Jersey in langen Rechtecken zugeschnitten, die als Kopftücher und Gürtel benutzt wurden. Augenklappen machen dann den Piratenlook perfekt. Wer mag kann sogar einen Bart oder Narben schminken. Dabei (wie auch bei den Spielen) ist nur wichtig, dass keiner gezwungen wird. Niemand muss sich verkleiden, wenn er nicht will.

Dann durfte sich jeder Pirat noch ein Fernrohr basteln. Das geht superschnell aus silberfarbenem Tonkarton (DinA4) und goldenem oder schwarzem Maskingtape. Der Tonkarton wird der Länge nach aufgerollt und mit dem Tape umwickelt. Namen draufschreiben nicht vergessen! (Ich spreche aus Erfahrung...)

Und dann fingen wir mit den Piratenprüfungen an, die da waren:

1. Der Seefesttest: 
Ein echter Pirat muss selbstverständlich mutig und hochseetauglich sein. Um das zu überprüfen braucht man zwei Erwachsene und eine Decke. Das Kind legt sich auf die Decke, die Erwachsenen nehmen jeweils zwei Enden der Decke in die Hände, heben sie hoch und schwingen die Decke langsam hin und her. Dazu wird Folgendes gesprochen oder gesungen: 
"Fährt ein Schifflein übers Meer,
schaukelt hin und schaukelt her.
Plötzlich kommt ein großer Sturm,
der wirft das schöne Schiffchen um."
Bei der letzten Zeile wird das Kind (sanft) aus der Decke fallen gelassen.

2. Rettet den Seemann:
 Dieses Spiel haben wir schon in zwei Varianten gespielt. 
Einmal war ich der zu rettende Seemann und die Leichtmatrosen mussten mich mit dem Rettungsring aka Hula Hoop Reifen retten. (Da war ich froh über meinen Piratenkopfputz...)
Und diesmal habe ich einen Seemann gebastelt. Dazu habe ich meine Piratenvorlage auf DinA4-Größe hochkopiert und auf eine leere Flasche geklebt. Die Kinder mussten dann Seilringe auf die Flasche werfen. 

3. Armdrücken:
Bedarf hoffentlich keiner großen Erklärung. ;-) Die Kinder machen Armdrücken gegen mich und natürlich gewinnen sie...

4. Brezen angeln:
 Damit die Piraten auf hoher See nicht verhungern, sollten sie gut im Angeln sein. Zum Üben nehmen wir erst einmal Salzbrezeln. Mit einem Haken (aus der Verkleidekiste; man kann sich aber auch aus einem Joghurtbecher und dem Haken eines Kleiderbügels einen basteln) soll jedes Kind möglichst schnell drei Brezeln herausangeln.

5. Dosenwerfen:
Bedarf hoffentlich ebenfalls keiner großen Erklärung. ;-) Die Dosen werden aufgestellt, jedes Kind hat drei Versuche und soll möglichst viele Dosen abräumen.

6. Tauziehen:
Alle Kinder ziehen gegen einen Erwachsenen. Natürlich gewinnen die Kinder.

All das sind Aufgaben, die sowohl die Kleineren als auch die Größeren gut machen können. Die Schwierigkeit kann man je nach Alter der Kinder natürlich variieren. Die Spiele habe ich bei dieser Party mit drei- bis vierjährigen Mädels gespielt, aber vor zwei Jahren auch schon mit vier- bis sechsjährigen Jungs. Alle hatten immer großen Spaß und es haben auch immer alle Kinder toll mitgemacht.
Für jede erfolgreich absolvierte Aufgabe gibt es für die Kinder einen Teil einer Schatzkarte. Diese habe ich zuvor gemalt. Je nach dem, wie ausführlich man die Schatzsuche veranstalten will, ist dies vielleicht eine grobe Skizze mit einem deutlichen Hinweis oder lediglich die erste Spur für eine längere Suche. Da die Gäste auf der Party letzte Woche ja eher jung waren und außerdem das Wetter unsicher war, wollte ich nur im Haus und im Garten bleiben. Und so war die Schatzkarte diesmal ein recht einfaches Bild mit einem Haus und einem Garten, in den ich ein rotes X gemalt hatte. Mit etwas Hilfe wussten die kleinen Piraten dann auch, dass der Schatz im Garten sein musste und machten sich auf die Suche.
 Recht schnell hatten sie die prall gefüllte Schatzkiste gefunden und - wie das echte Seeräuber so machen - teilten die Kostbarkeiten gerecht untereinander auf.

Und hier kommt jetzt auch mein Freebie für euch: Der Brief mit den Aufgaben zum Download.
https://www.dropbox.com/s/enexp0aejvnvqbr/Brief%20f%C3%BCr%20Schatzsuche.pdf?dl=0
 Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr zum Download. Dann müsst ihr den Brief nur noch ausdrucken, ein bisschen herrichten wie den Brief bei der Flaschenposteinladung im letzten Post und schon kann es losgehen.
Viel Spaß damit!


Da die Piraten nun auch etwas brauchten, in das sie ihre Beute packen konnten, hatte ich kleine Schatztruhen vorbereitet, die die Kinder verzieren durften. Dafür hatte ich Aufkleber und selbstklebende Schmucksteine besorgt. 
Alternativ habe ich auch schon mal fertig gepackte Beutebeutel in die Schatzkiste gepackt. 
Diese habe ich aus einfachem Baumwollstoff genäht und mit einem Stoffmalstift Pirat und Totenkopf von meinen Stempelvorlagen aufgemalt.

Anschließend haben wir noch ein paar Runden Stopptanz eingelegt und dann durften die Piraten ein bisschen frei spielen, bevor es das Essen gab.

Meistens halte ich mir noch ein paar andere Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hinterhand. So hatte ich diesmal Ausmalbilder und Stifte parat, die noch zum Einsatz kamen.
Bei den Parties mit Jungs habe ich allerdings festgestellt, dass die oft noch mehr Action brauchen. So haben wir bei der letzten Piratenparty des L kurzerhand die Sofas im Wohnzimmer als Schiff zusammengeschoben und den Piraten erlaubt, es zu entern. Dazu bekam jeder noch solch eine Kanone:

Die Idee habe ich - wie so vieles - von Pinterest und sie ist einfach großartig. Kinder wie Eltern waren davon total begeistert. Manchmal braucht es nicht mehr als ein gute Idee, etwas Rohrisolierung, einen Luftballon, Klebeband und ein paar Pompoms.

Ich hoffe, euch hat das Lesen über unsere Piratenparty genauso viel Spaß gemacht, wie uns das Feiern. Außerdem freue ich mich, wenn ihr mir schreibt, falls euch meine Ideensammlung gefallen hat und ihr sie für eure eigene Party gebrauchen konntet.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge

Kommentare:

  1. Liebe Catharina, da hast du ja eine ganz wunderbare Party auf die Beine gestellt, so schöne Ideen! Vor allem die kleinen Pompomkanonen sind ja witzig. Ganz lieben Dank, für´s Teilen. Herzliche Grüße, Jule vom Crafty Neighbours Club

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Jule, vielen Dank, dass du vorbeigeschaut hast! Ich freue mich, dass dir meine Ideen gefallen haben.
      Viele Grüße,
      Catharina

      Löschen