Dienstag, 5. Januar 2016

Kinder-Frisiertisch DiY

Die C hat von uns zu Weihnachten einen Frisiertisch bekommen. Mich hatte es schon einige Zeit genervt, dass ihr Haargedöns (Spangen, Klammern, Zopfgummis, etc.) im ganzen Haus herumlag und vor allem im (sowieso recht kleinen) Bad einigen Platz beanspruchte. Außerdem hoffte ich, dass sie so mehr Spaß am Haare frisieren allgemein bekommt, denn Haare kämmen und dann vielleicht auch noch einen Zopf machen, ist überhaupt nicht ihr Ding und das sieht man leider auch. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, wenn Kinder nicht immer perfekt gestriegelt sind, im Gegenteil. Aber die C hatte schon Zeiten da hat sie tatsächlich mehrere Tage hintereinander das Kämmen komplett verweigert, so dass die Haare zum Teil schon verfilzt sind. All das hoffte ich also mit einem Frisiertisch abzuwenden. Der kindgerechte Platz sollte ihr Spaß an der Haarpflege bringen und dazu ein Aufbewahrungsort für die ganzen Accessoires sein.



Da es so etwas ja nicht fertig zu kaufen gibt (sagt Bescheid, falls ich mich irre), stand schnell der Plan fest, es selbst zu bauen. Im Internet insbesondere via Pinterest findet man einige selbstgebaute Kinderwaschtische. Diese bestehen meist aus einem Holzstuhl, in dessen Sitzfläche ein Loch für eine Waschschüssel gesägt wurde. Dazu kommt ein Schemel oder Hocker als Sitzgelegenheit. Nach diesem Prinzip habe ich dann auch meinen Frisiertisch umgesetzt.



Den Holzstuhl habe ich rosa und pink gestrichen. Die Ablageflächen an den Seiten sind eigentlich Gewürzregale, die ich ebenfalls angestrichen habe. Dazu habe ich einfache Abtönfarbe benutzt und anschließend alles mit mattem Klarlack überzogen. Mein Plan war es ja auch, den Frisiertisch als Aufbewahrungsort für den ganzen Haar-Kleinkram zu nutzen, der sich mit der Zeit so ansammelt. Dafür habe ich zwei Seifenschalen mit doppelseitigem Klebeband auf der Sitzfläche befestigt. Um die Schalen habe ich zuvor noch Webband geklebt. Das hatte ich noch da und weil es so wunderbar zum Spiegel passt, musste es einfach mit drauf. Die Länge hat zum Glück gerade so gereicht.



Als weitere Aufbewahrungsmöglichkeit, vor allem für die größeren Sachen, habe ich Utensilos genäht. Sie sind aus SnapPap, dem veganen Leder. Darauf habe ich aus Flexfolie geplottete Blumen gebügelt. Ich finde, das braune SnapPap schafft einen wohltuenden Kontrast zu dem ganzen Rosa und Pink, fügt sich aber auch gut ins Gesamtbild ein.


An die Seitenteile der Lehne habe ich noch selbstklebende Haken angebracht, an die man Ketten und Armbänder hängen kann.

 
Mit einem solchen Haken habe ich auch den Spiegel befestigt. Diese Methode eignet sich übrigens auch prima, um Dekokränze an der Haustür aufzuhängen. 



Zu dem Tisch dazu gab es auch noch ein bisschen Ausstattung in Form von Haarspangen, -bändern und -reifen. Und eine neue Bürste.



Als Sitzgelegenheit habe ich einen Kunststoffhocker besorgt, der sich sowohl farblich, als auch von der Größe her perfekt eignet.



Das Geschenk ist jedenfalls sehr gut angekommen und die anwesenden Tanten und Onkel mussten direkt daran glauben und wurden ausgiebig frisiert. :-) Die erste Euphorie hat inzwischen auch schon wieder etwas nachgelassen, entgegen aller geäußerter Bedenken sitzt die C jetzt nicht den ganzen Tag verzückt vor dem Spiegel. Aber das Thema mit dem Haarekämmen ist wenigstens nicht mehr so streitig wie zuvor. Und das war es ja, was ich wollte.

Den Frisiertisch zeige ich heute beim Creadienstag, HoT und den Dienstagsdingen.

Macht's gut,
Catharina

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