Samstag, 9. Januar 2016

Familienfreitag am Samstag: Lieblingsbücher für Grundschulkinder

(Gestern habe ich den Post nicht mehr geschafft, deshalb heute... ;-) )
Ich möchte euch gerne unsere Lieblingsbücher vorstellen. Das habe ich schon ganz lange vor, denn wir alle hier lieben Bücher und ich freue mich immer riesig, wenn ich in der Buchhandlung ein neues Schätzchen entdecke oder ich online oder in Magazinen Lesetipps bekomme, die sich als gute Bücher entpuppen.
Und weil es im Moment ein recht großer Stapel an Büchern ist, die ich euch gerne ans Herz legen will, mache ich eine Reihe daraus und stelle sie in den nächsten Wochen am Familienfreitag peu à peu vor.


Den Anfang machen heute die Bücher für die (großen) Jungs. Meine Söhne sind fast sechs und siebeneinhalb. Der Große liest schon ganz gut selbst und hat auch immer mehr Spaß daran, trotzdem genießt er es natürlich, beim Vorlesen am Abend einfach nur zuhören zu dürfen.
Jedenfalls sind wir in den letzten Tagen mit zwei Buchreihen fertig geworden, die wir in den vergangenen Monaten durchgelesen haben.


Großer Favorit bei Vorlesern und Zuhörern ist das Sams von Paul Maar. Ein Klassiker, den ich als Kind schon gelesen habe. Zumindest den ersten Band. Inzwischen gibt es nämlich acht Bände der Reihe.

Das Sams ist ein kleines seltsames Wesen, mit Schweinsnase und roten Haaren und einem Faible für Reime. Es läuft Herrn Taschenbier zu, der schließlich sein Papa wird und es bei sich aufnimmt. Das Besondere am Sams (außer dem Aussehen)? Es hat blaue Punkte im Gesicht. Diese sind Wunschpunkte, mit denen sich sein Papa, also Herr Taschenbier etwas wünschen kann. Allerdings müssen diese Wünsche schon gut überlegt sein, denn ungenaues Wünschen bringt nicht immer die erwünschten Ergebnisse. Dadurch bekommen die beiden allerhand Schwierigkeiten, aber mit der Zeit wächst das Sams Herrn Taschenbier auch ans Herz und am Ende ist er traurig, als das Sams nach einer Woche wieder verschwunden ist. 
Im zweiten Band kommt das Sams zurück und bringt Herrn Taschenbiers Leben wieder ziemlich durcheinander. Die Reihe setzt sich über die Jahre fort. Herr Taschenbier heiratet, bekommt einen Sohn, der wiederum eigene Abenteuer mit dem Sams erlebt. Im letzten Band schließlich drohen sogar Herr und Frau Taschenbier und ihre Enkelin zu Samsen zu werden. Aber selbstverständlich geht alles gut aus. Mehr möchte ich jetzt gar nicht verraten. Der achte Band ist recht neu. Es ist ein Zusatzband, der eine Teilgeschichte erzählt, die sozusagen zwischen dem ersten und zweiten Band passiert ist.

Den ersten Band hatte ich schon vorletztes Jahr gekauft und angefangen vorzulesen, aber irgendwie ist da der Funke bei den Kindern noch nicht übergesprungen. Letzten September dann habe ich ihn einfach mal wieder hervorgeholt und plötzlich waren die Jungs im Sams-Fieber. Sie haben immer wieder Samsgedichte rezitiert und die Hörspiele, die ich dann noch besorgt hatte, in Dauerschleife gehört. Wir hatten einen Heidenspaß an den Geschichten. Ich lese einfach lieber vor, wenn das Buch für mich auch spannend und unterhaltsam ist. Für die Sams-Reihe gibt es von mir daher absolute Leseempfehlung.


Die andere Buchreihe, die wir zuletzt gelesen haben ist "Miss Braitwhistle" von Sabine Ludwig.

Miss Braitwhistle ist eine englische Lehrerin, die als Aushilfslehrerin in die 4a kommt. Bei der 4a steht a für Alptraum, denn kein Lehrer hält es lange mit der Klasse aus. Miss Braitwhistle ist eine Mischung aus Mary Poppins und Pippi Langstrumpf und schafft es so, die Kinder für sich zu begeistern. Die ersten drei Bände erzählen das Schuljahr mit Miss Braitwhistle und im letzten Band geht es um das Klassentreffen der 4a, das sie kurz vor Weihnachten machen, als alle auf weiterführenden Schulen sind und sich nicht mehr regelmäßig sehen. In diesem Buch wird es noch mal richtig weihnachtlich-magisch.

Auch diese Bücher haben meine Jungs sofort in den Bann gezogen. Die Reihe ist eigentlich für ältere Kinder gedacht, aber durch den ungezwungenen Schreibstil und zahlreiche komische Szenen war es auch für den L, der ja Vorschulkind ist, interessant und kurzweilig. Und auch zum Vorlesen ist es richtig toll. Man kann beispielsweise sehr schön mit den verschiedenen Stimmen und Akzenten spielen. Meine Empfehlung für Grundschüler.


Zuletzt möchte ich noch eine Buchreihe vorstellen, die das Detektivherz meiner Jungs direkt angesprochen hat. "Max und die wilde Sieben". 

Max' Eltern haben sich getrennt und er zieht mit seiner Mutter in eine Burg. Das könnte cool sein, ist es aber nicht so ganz, denn in der Burg ist ein Seniorenheim und Max' Mutter arbeitet dort als Altenpflegerin. In seiner neuen Klasse kommt er als Burgbewohner auch nicht so gut an und wird direkt als "Opa" ausgelacht. Doch mit der Zeit stellt er fest, dass es im Seniorenheim doch nicht so langweilig ist. Er lernt Vera, Horst und Kilian kennen, die seine Freunde werden und sie alle zusammen werden die "wilde Sieben", die den spannenden Fall um den gestohlenen Schmuck aufklären. Im zweiten Band ist Max immer noch nicht so ganz mit seinen Mitschülern warm geworden, umso mehr freut er sich, dass er seine Freunde auf der Burg hat. Doch dann wird es gruselig: die Geister-Oma taucht auf. Aber auch diesen Fall löst die "wilde Sieben".

Bis jetzt gibt es zwei Bände, die meinen Söhnen sehr gut gefallen haben. Der Schreibstil ist vielleicht anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat, erwartet einen eine spannende Geschichte. Im März erscheint der dritte Band, den wir schon vorbestellt haben. Meine Empfehlung für Kinder, die Detektivgeschichten mögen, ab sieben zum Selberlesen oder ab fünf zum Vorlesen.

Macht's gut,
Catharina

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