Mittwoch, 28. Oktober 2015

Schönes fürs Baby selbstgenäht Teil2

Heute gibt es den zweiten Teil meiner Selbstgenähtes-fürs-Baby-best-of-Sammlung, in dem es um Praktisches geht, also alles, was man gut gebrauchen kann und nützlich ist. Wieder zeige ich die Sachen, die sich bei uns oder im Freundeskreis besonders bewährt haben. 
Den ersten Teil, der sich um Spielsachen drehte, findet ihr hier.

Den Anfang machen heute die Spucktücher. Es gibt kaum ein Nähprojekt, das schneller genäht ist, aber so viel hermacht. 






Spätestens beim zweiten Kind ist man ja den Anblick der überall herumliegenden weißen Mulltücher so was von leid, dass man bereit ist zum Teil Unsummen für optisch gefälligere bunte Tücher auszugeben. Wer nähen kann ist auch hier wieder mal klar im Vorteil, denn so kann man sich bunte Farbtupfer an dem und um das spuckende Kind herum einfach selbst nähen. Zudem kann man dafür meistens noch gut Reststücke verwenden.
Einen Schnitt kann man sich theoretisch leicht selbst basteln, es gibt aber verschiedene Freebooks, z.B. bei Farbenmix
Als Stoff verwende ich meist für eine Seite Jersey und für die andere Seite Frottee. Den Frottee kaufe ich gern bei Aprilkind, denn ich liebe die Farbintensität dieses Frottees. Ich habe aber auch schon Handtücher im schwedischen Möbelhaus gekauft und zerschnippelt.
Zum Verschenken habe ich diese Tücher an einem Ende auch schon mit Labels wie bei Knistertüchern versehen. Sozusagen die zwei in eins Variante.

Weiter geht es mit der Windeltasche nach Frau Scheiner. Hier in der Version mit Wicklunterlage.





Großartig. Viel mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Es ist am Anfang vielleicht ein bisschen kompliziert, bis man sich alle Schnittteile zurechtgelegt hat und bis man verstanden hat, welches Teil jetzt wie wohin gehört. (Zumindest ging es mir so.) Aber als dann mal alles an seinem Platz war, ging es ganz fix und das Teil war fertig. Ich habe es 2014 im Sommer genäht und seitdem ist es eigentlich überall dabei. Die Unterlage ist ausgeklappt groß genug, dass selbst die C noch drauf gepasst hat, solange sie noch gewickelt werden musste und für Babies reicht sie sowieso. Von mir gibt's hier absolute Nähempfehlung!

Zu guter Letzt zeige ich euch noch die Decken, die ich für die F genäht habe.





Da wäre zum einen eine Jerseydecke. Das sind einfach zwei Stücke Jersey, ca. 1,50m x 1,50m), die ich links auf links zuerst mit Geradstich zusammengeheftet und anschließend mit elastischem Schrägband eingefasst habe. Auf die Streifenseite habe ich zuvor noch drei der Herzen des Motivstoffs appliziert. Diese Decke war vor allem im Sommer praktisch, weil sie nicht zu warm hält und angenehm auf der Haut ist.







Da die F ja ein Herbstkind ist, habe ich ihr auch ein paar Kuscheldecken genäht. 
Ich hatte damals jede Menge Stücke an Webware übrig. Reste von wunderschönen Stoffen, die ich schon zu Kleidern und Röcken für mich und die C verarbeitet hatte, die nicht mehr groß genug für andere Projekte waren, aber (mir) zu schade zum Wegwerfen. 


Also habe ich meine Schablone von den Knistertüchern genommen (15cm x 15cm) und Quadrate zugeschnitten. Weil ich die Stoffe wirklich bis zum letzten Fitzel verwenden wollte, habe ich auch noch eine kleinere Schablone angefertigt (7,5cm x 7,5cm). Die kleinen Quadrate habe ich dann wieder zu großen Quadraten zusammengenäht. So entstanden diese Decken. Ich habe mich dabei großteils an die fantastische Anleitung von Ricarda gehalten. Allerdings habe ich lediglich das zusammengenähte Top rechts auf rechts mit der Unterseite vernäht, gewendet und einmal ringsum abgesteppt (und dabei die Wendeöffnung geschlossen). 



Auf ähnliche Weise habe ich auch Krabbeldecken genäht. Die haben dann natürlich noch ein Volumenvlies im Inneren und die habe ich nach dem Wenden auch nicht direkt am Rand abgesteppt, sondern auf der Nahtlinie zwischen äußerster und zweiter Quadratreihe, so dass ein breiterer Rand entstand. 


Die Rückseite besteht jeweils aus sogenanntem Wellnessfleece. Es ist wunderbar weich und hält super warm. 

Man kann diese Decken jetzt natürlich nicht mit richtigen Patchworkdecken vergleichen. Da ist nicht wirklich etwas gequiltet, geschweige denn mit der Hand vernäht. Aber hübsch sind sie allemal und eine super Gelegenheit Stoffresten Leben einzuhauchen. 



Passend zu den Decken habe ich Moltontücher genäht. Die habe ich wie Kopfkissen benutzt, d.h. sie in den Kinderwagen oder ins Bettchen auf Kopfhöhe gelegt, um die Matratze bzw. die Kinderwagenwanne zu schonen. 





Edit: Zwei Sachen habe ich noch vergessen. Hier sind sie:
Unsere Bett- und Stillschlange.


Von den Babydeckenquadraten hatte ich noch etliche übrig als die Decken fertig waren. Gleichzeitig hatte ich mir schon länger so eine Bettschlange gewünscht, die man ums Baby legen kann, damit es eine Begrenzung spürt, solange das Bett noch ein bisschen zu groß ist. Und so habe ich die Quadrate zusammengepatcht und dann oben und unten noch jeweils ein größeres Stück Stoff angefügt. Den Kopf habe ich aus farblich passendem Frottee frei Hand zugeschnitten. Die Augen sind aus Jersey appliziert und einer der Fühler knistert. Gefüllt habe ich die Schlange mit Kopfkissenfüllwatte und Kügelchen, die für Stillkissenfüllungen gedacht sind. Zuerst war das gute Stück noch ziemlich steif, aber je öfter sie im Gebrauch war, umso biegsamer ist sie geworden. Meistens hatten wir sie nämlich als Stillkissen im Gebrauch.

Und dann waren da ja noch die Strampel- oder Pucksäcke. 



Schon vor ihrer Geburt habe ich der F nach dem Farbenmix-Freebook zwei Strampelsäcke genäht. Ich fand sie äußerst praktisch, weil sie eine extra Wärmeschicht waren in den ersten Monaten, als sie meistens nur in der Wippe oder auf der Decke in unserer Nähe lag und auch noch viel geschlafen hat. Ich nähe die Kuschelsäcke immer aus Jersey und Sweat, so sind sie angenehm auf der Haut und nicht zu schwer. Gerade gestern habe ich diesen hier zum Verschenken genäht. 

Das war's auch schon mit meinen praktischsten Sachen fürs Baby. Nächste Woche möchte ich euch noch meine Favoriten bei der Babykleidung zeigen. Dabei möchte ich auch darauf eingehen, wie einfach (oder auch nicht) die verschiedenen Schnitte zu nähen sind und wie praktisch sie dann tatsächlich sind, also z.B. ob sie leicht anzuziehen sind.
Die heutigen Stücke verlinke ich bei Kiddikram.

Macht's gut,
Catharina



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen