Donnerstag, 22. Oktober 2015

Gelb ist nicht meine Farbe...oder doch?

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, ich würde mir mal etwas Gelbes nähen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Wenn er dazu gesagt hätte, eine senfgelbe (oder currygelbe?) Strickjacke, hätte ich es noch viel weniger geglaubt. Aber so ist es wohl im Leben. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Oder so. 


 Das Nähen bereichert mich auf so vielfältige Weise. Es gibt mir Gelegenheit, kreativ zu werden. ich kann dabei wunderbar abschalten und bin gleichzeitig produktiv (meistens jedenfalls). Und es bringt mich auf neue Wege. So ist durch das Nähen die Farbpalette meiner Garderobe tatsächlich gößer geworden. Man kann zwar immer noch nicht von einem kunterbunten Kleiderschrankinhalt sprechen, aber inzwischen gibt es wenigstens den einen oder anderen Farbtupfer. Oberteile oder Röcke in Farbtönen, die ich mir im Laden oder im Katalog wohl eher nicht ausgesucht hätte, trage ich gerne, weil mir z.B. der Stoff im "Rohzustand" super gefallen hat und ich ihn mir gut als Rock vorstellen konnte oder weil ich ein genähtes Shirt gesehen hatte, das mir so gut gefiel, dass ich es auch für mich haben wollte. Und dann gibt es noch die Fälle, wo man von "geht ja gar nicht" über "ach, so schlecht isses ja gar nicht" hin zu "mmhh, vielleicht wär's ja sogar was für mich" geht, je öfter man etwas sieht. So war das wohl bei mir mit dem Senfgelb.
Diese Farbe ist ja nun seit einer Weile immer wieder zu sehen und so habe ich mir schon letzten Herbst eine Leggings aus tollem senfgelbem Lillestoffjersey genäht. Hätte ich früher nie gedacht, dass ich das mal tragen würde. Ich finde sie zum Jeansrock jedenfalls total klasse und trage diese Kombi jetzt im Herbst recht häufig. Nach einem Jahr Eingewöhnungszeit ins gelb habe ich mich nun also ans zweite Teil getraut. Von dem Strickjackentrend muss mich ja niemand überzeugen. Im Herbst und Winter gibt es nichts Besseres als sich zwischendurch einen kuscheligen Cardigan überzuwerfen, wenn es einen fröstelt.


Im Moment herrscht bei mir akuter Zeitmangel, so dass ich endlich mal die "schnellste Strickjacke, die wo gibt's" ausprobiert habe. Und ja, ich denke, schneller von Frostbeule zu kuschlig warm geht es kaum. Da zum Zeitmangel auch noch akute Fauleritis kam, habe ich mich nicht mal an die von Blanca angegebenen Maße gehalten, sondern einfach das komplette Stück Strickstoff (1,50 x 2m) genommen. So ist es jetzt eher ein Strickmantel. Aber ich finde ihn klasse. Hält warm und kleidet gut. Für besseren Sitz habe ich noch Bündchen an die Armlöcher genäht. Das ist so in der Anleitung nicht vorgesehen, aber mir ist es lieber so. Ich bin mit dem guten Stück sogar schon Fahrrad gefahren. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten wegen der Länge: Beim Abholen der Kinder habe ich auf dem Kindergartenspielplatz mit dem Saum ein paar Blätter eingesammelt (die haben sich im Stoff verfangen...) und es erst abends gemerkt... ;-)











Fotograf war heute übrigens mal wieder der M. Hat er eigentlich ganz gut gemacht, finde ich. Der schnellste Strickmantel, den wo es gibt, zeige ich bei RUMS.

Macht's gut,
Catharina

Kommentare:

  1. Ich war auch immer sehr skeptisch mit diesen senf/curry- Tönen, denn es steht wirklich nicht jedem! Dir steht die Farbe aber ganz ausgezeichnet, tolles Teil! :)

    glg
    Claudia

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    1. Danke, Claudia!
      Viele liebe Grüße,
      Catharina

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