Donnerstag, 22. Oktober 2015

Familienfreitag - Schönes fürs Baby selbstgenäht Teil 1

In diesem Herbst schlüpfen die Babies in unserem Bekannten- und Freundeskreis fast im Akkord. Zwei sind in den letzten Wochen zur Welt gekommen, drei weitere werden demnächst erwartet. Und im Frühjahr geht es dann weiter: ich werde Tante!!! Ich freue mich sehr. Was liegt da also näher, als mal ein paar Baby-Posts zu schreiben, in denen ich zeige, was ich gerne für die ganz Kleinen nähe?!

Heute soll es losgehen mit Spielzeug im weiteren Sinn. Also alles, was Babies in den ersten Monaten (und evtl. auch danach) gefällt, sie beschäftigt und unterhält. Alle Dinge, die ich zeige, habe ich entweder letztes Jahr für die F genäht oder an andere Kinder verschenkt. Und alle diese Teile haben sich bewährt, d.h. sie haben den Kleinen gefallen. Diesen Faktor finde ich immer ganz wichtig, denn wie oft kauft man als Mutter oder Vater ein Spielzeug fürs Kind (oder man bekommt es geschenkt) und am Ende liegt es nur ungenutzt in der Ecke. Umso ärgerlicher ist es ja dann, wenn man es auch noch selbst genäht hat. Aber natürlich ist auch hierbei alles Geschmackssache. Was für uns prima funktioniert hat und uns gut gefallen hat, muss noch lange nicht jedem gefallen.

Den Anfang machen Wolkenmobiles. Beide habe ich für die F genäht. Das Kleinere habe ich aber inzwischen auch noch einmal verschenkt.



Das große Mobile habe ich nach der Anleitung im Mama-Baby-Nähbuch genäht. Die Wolke ist ca. 36cm breit und vom oberen Rand der Wolke bis zum untersten Regentropfen sind es ca. 65cm. Die Wolke ist aus weißem Frottee. Im untersten dunkelblauen Tropfen ist übrigens eine kleine Rasselkugel, so dass bei Bewegung auch noch ein leises Geräusch zu hören ist. Wir hatten die Wolke über dem Wickeltisch hängen und die F hat sich sehr gern die Tropfen angeschaut. Befestigt wird die Wolke mit einem Schrägband, an das ich KamSnaps in Regenbogenfarben angebracht habe. Dadurch ist es auch verstellbar, je nach dem, wo man es aufhängen möchte.


Die kleine Wolke ist nach den Ideen von Kerstin und Mara entstanden. Sie ist aus Molton und ca. 27cm breit. Innen befindet sich eine Rasselscheibe. Diese Wolke hatten wir bis zuletzt am MaxiCosi und die F hat es geliebt, Gewitter zu spielen, also eine Jerseyschnur zu packen und die ganze Wolke durchzuschütteln, so dass es laut rasselte.

Beide Mobiles kann man übrigens recht einfach nachmachen, in dem man sich die Wolken- und Tropfenform selbst aufzeichnet. Eine Vorlage mit Anleitung für ein Kissen gibt es aber auch bei Kinderleicht und Schön.

Weiter geht es mit Knistertüchern. Sie sind seit einiger Zeit mein liebstes Geschenk zur Geburt. Im Frühjahr hatte ich mir mal ein paar auf Vorrat genäht und mittlerweile ist nur noch eines übrig. 

-> Ich weise übrigens beim Verschenken immer darauf hin, dass es möglich ist, dass die Bänder mit der Zeit ausreißen und dass die Eltern darauf achten mögen und solche Teile dann abschneiden, um eine Erstickungsgefahr beim Baby zu verhindern! Bei den anderen Sachen mit Labeln nähe ich übrigens meist dreifach, um die Bänder besser zu sichern. Bei den Tüchern perforiert das meiner Erfahrung nach den Bratschlauch zu sehr.


Ich nähe diese Knistertücher eher frei Schnauze. Als Einziges habe ich mir einmal eine quadratische Schablone ausgeschnitten. Eine tolle Anleitung gibt es aber z.B. hier bei Kinderleicht und Schön.
An Stoffen verwende ich immer einen Baumwoll- oder Jerseystoff und einen Sommerfrottee. Der Frottee sorgt für die Saugfähigkeit, der andere Stoff ist für die Optik. ;-) Grundsätzlich lässt sich Webware natürlich leichter vernähen, da der Frottee ja schon dehnbar genug ist und der Bratschlauch das Nähen auch nicht gerade leichter macht. Aber wenn es ein Jersey oder Sweat sein soll, funktioniert es auch. Auf dieser bunten Stoffseite kann man sich dann auch noch austoben, d.h. den Stoff besticken. Beplottet habe ich die Knistertücher bis jetzt noch nicht, weil ich mir ehrlich gesagt nicht sicher bin, ob die Aufbügler einem Baby standhalten. Falls ihr Erfahrung damit habt, bin ich froh, wenn ihr mir berichtet. Mir gefallen die Tücher aber auch super gut mit einem hübschen Motivstoff. Dann braucht es nämlich gar keine Stickerei.
Für die Labels verwende ich Webbänder, Jerseystreifen, Schrägband, Baumwollkordel oder Zackenlitze. Dabei habe ich immer gerne eine bunte Mischung, wobei ich durchaus darauf achte, dass die Farben und Motive zum Stoff des Knistertuchs passen. Insgesamt nehme ich meistens 12 Stück, d.h. drei pro Seite des Tuchs. Für das rote Tuch (obere Reihe Mitte und zweite Reihe ganz rechts) habe ich übrigens Regenbogenlabels von Libellein verwendet. Auch bei Sandra gibt es eine tolle Anleitung sogar mit Extra für alle Schnullerbabies.



Als nächstes zeige ich euch den Pentiball. Diesen hier habe ich einem kleinen Jungen zur Geburt geschenkt und mittlerweile ist er schon ganz gut bespielt worden, soviel ich weiß.



Die F hat auch einen bekommen. Allerdings nicht von mir, sondern vom M. Damals, in den letzten Wochen bevor die F auf die Welt kam, waren Sommerferien. Die ersten, in denen der M sechs lange Wochen am Stück frei hatte und zu Hause war. Ich habe ihn oft mit ins Nähzimmer genommen und er hat sich irgendwie nebenher beschäftigt. Eines Tages kam er dann mit dem Wunsch, dass er auch mal etwas fürs Baby nähen wollte. Zuerst fing er an, wahllos Stofffetzen aufzusammeln und aufeinanderzustecken. Aber dann schlug ich ihm vor, so einen Ball zu nähen und er war einverstanden. Er sammelte acht verschiedene Stoffstücke und die Labels, ich zeichnete ihm das Schnittteil auf und er schnitt aus. Das Nähen hat er dann tatsächlich ziemlich eigenständig gemacht, das Füllen sowieso und sogar das Verschließen der Wendeöffnung hat er übernommen. Er war sehr stolz, ist es wohl noch und trägt der F das gute Stück heute noch zum Spielen hinterher.



Diesen Rassellöwen habe ich nach der Idee von Kerstin genäht. Wie man sieht, hat ihn der junge Mann, dem er mittlerweile gehört, sehr lieb. Das Foto entstand nach einem Jahr Benutzung. Um schütterem Haupthaar entgegenzuwirken, habe ich hier braunes Schrägband und die schon erwähnten Regenbogenlabel kombiniert. So hat der kleine Löwe eine ordentliche Mähne bekommen. Im Inneren versteckt sich auch hier eine Rasselscheibe.

Nach ähnlichem Prinzip wie den Löwen habe ich für die F eine Sonne genäht.




Eine Seite aus gelbem Baumwollstoff, eine Seite aus gelbem Frottee. Die Strahlen sind Schrägband, Kordel und Zackenlitze. Innen befindet sich eine Quietsche. Die Farbenmix-Klammer hat sich bei hier besonders bewährt, weil wir die Sonne oft zwischen Kinderwagen und anderen Einsatzorten gewechselt haben. Durch die Klammer ließ sie sich so ziemlich überall befestigen.

Nicht genäht, sondern einfach nur gefädelt ist der Holzkugelgreifling aka das schnellste DiY ever!



Hierfür braucht man eine Lederschnur und Holzkugeln in verschiedenen Größen, beides erhältlich im Bastelbedarf. Kugeln auf Schnur fädeln, zuknoten, fertig. Die Schnur habe ich damals extra noch länger gelassen, so kann man den Ring prima befestigen z.B. am Spieltrapez. Dadurch dass die Kugeln naturbelassen sind, kann man den Greifling unbedenklich einem Baby zum Spielen und Kauen in die Hand geben. Die F hat ihn ganz gerne als Beißring benutzt.

Zu guter Letzt noch einen meiner Pinterestfunde. 




Zuerst hatte ich einigen Respekt davor, diesen Elefanten zu nähen. Aber sooo schlimm war es dann gar nicht. Dieses Exemplar hat von mir einen Baumwollkordelschwanz und ein Knisterohr bekommen.

Jetzt habt ihr mal einen kleinen Überblick über meine Spielzeugabteilung bekommen. Die meisten Teile sind einfach zu nähen und definitiv geeignet für Anfänger.
Weitere Teile der Baby-Reihe werden übrigens sein: Praktisches und Kleidung. Ich hoffe, ich schaffe es, jede Woche einen Teil hier einzustellen.

So viele Freebooks in einem Beitrag verlinke ich jedenfalls mal bei Katja.

Macht's gut,
Catharina

Kommentare:

  1. Wunderschöne Wolken! Ich fühle mich geehrt! :-)
    Lieben Gruß
    Mara Zeitspieler

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    1. Danke, liebe Mara!
      Ich fühle mich geehrt, dass du vorbeigeschaut hast. :-)
      Viele Grüße,
      Catharina

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